Ein neuer Morgen

Als ich heute aufwachte, guckte mich Felix wie fast jeden Morgen abwartend an, mit seinen großen dunklen Augen.
Es spiegelte sich was darin, ich konnte kleine Pünktchen sehen. Neben mir lag Sammy, noch selig schlummernd, ganz zufrieden lächelnd. Ihr Lächeln ist wirklich einzigartig, wobei Felix´ Grinsen auch was ganz besonderes ist.

SchmuseSammy002Nun denn, auf in den Tag, Bettdecke auf und raus. Felix kam sofort tapsend hinterher, er kann nicht ohne mich sein. Selbst ins Bad muss er mit, er setzt sich dann immer auf den Rand der Badewanne und wartet, was ich als nächstes mache.

Ich ging dann weiter, in Richtung Küche, lugte vorher nochmal ins Schlafzimmer. Sie war inzwischen auch wach, die Kleine, machte ein Gesicht wie „warum soll ich aufstehen?“.
Na was soll´s, dachte ich, sie kommt schon wenn sie das Frühstück schnuppert.

Kaum hatte ich die Küchentür geöffnet, fegte der kleine Kerl rein, in das Paradies. Hier gibt´s immer was Gutes zu Futtern, zu stöbern, zuzuschauen, auf den Tisch zu klettern, aus dem Fenster zu schauen und so weiter.
Ach ja, der Duft – der ist auch ein Lockmittel.

Aber ich finde es eigentlich nervig, wenn die beiden um mich herumwuseln, auf Stuhl oder Tisch sitzend mir hinterher gucken. Menno, egal wohin ich mich drehe, es drehen sich zwei mit, in dieselbe Richtung, Kühlschranktür?
Ha, auch das ist ein Paradies, wenn diese magische Tür sich öffnet. Wenn es nur nicht so kalt darin wäre, das hält ja keiner aus. Wer hat das nur erfunden?
Böse Blicke trafen mich, wobei ich das schon kenne und auch heute nicht großartig kommentierte.

Mein Ruf „Felix, NEIN!“ ist meist auch in der Wohnung über uns zu hören, aber unsere Übermieter sind um die Uhrzeit auch noch nicht voll belastbar.
Was den kleinen Mann angeht, der ist wirklich gut im „ignorieren“… oder braucht er doch ein Hörgerät?
Nein, braucht er nicht, er hört es, aber es interessiert ihn nicht.

Mein nächster Schritt zum nächsten Schrank wurde nun heute von Sammy begleitet, ich nahm 2 Teller, 2 Tassen, 3 Schälchen, dann die Dose mit dem Kaffeepulver raus.
Rumms, klar, wie konnte es anders sein. „Felix, NEIN!“ Es war die, nun ganz leere, Kaffeepulverdose.
Ich war sauer. Er nicht. Er saß da wie ein Unschuldslamm, auf dem Stuhl.

Wenn ein Morgen so anfängt, ist man froh, dass es auch Kaffeepads gibt. Ich fegte meine ca 4 Tassen Kaffeepulver vom Fußboden auf und starrte ihn missmutig an.
Er starrte zurück, Sammy saß hinter mir und schnüffelte an dem braunen Zeugs rum…
Ich liebe diese beiden, ach ja, es sind unsere Katzen.

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