Anstrengende Tage

Sammy hat die vergangene Woche sicher alle erdenklichen Krümel, Fusseln, Stoffdüfte und Sofa-Falten hinter der Couch erkundet. Nicht dass sie diese Ecke da sehr bequem findet.
Nein, es ist nur eine „sichere“ Ecke.
Denn es waren einige Tage viele UnSicherheiten für sie in der Wohnung.

Herrchen und Frauchen hatten nämlich Besuch.
Am Montag nachmittag, Sammy und Felix erwarteten wie immer Frauchen oder Herrchen am Nachmittag…
da wurde die Wohnungstür von Fremden geöffnet!
2 Große und 2 Kleine, das eine kleine Wesen war auch noch laut dazu…!

Sammy war wohl ziemlich verschreckt und muss ziemlich schnell in die Wohnstube geflitzt sein um dann hinterm Sofa Schutz gesucht haben.
So erzählten unsere Besucher uns später ihr „Ankommen“.
Ihr Sohn, im Vorschulalter, folgte der Miez, wurde aber glücklicherweise vom Kater Felix „abgelenkt“.
Denn Felix mag alles was neu ist.
Er ist ein Kommissar und entdeckt gern, schnüffelt rum, knabbert probenehmend an Socken und Schühchen…

So konnte Sammy sich in ihre Schutzecke zurückziehen.
Was der Besuch allerdings nicht wusste, WO die Miezekatze nun hin ist.
Das Kleinkind kreischte vor Freude oder vor Schreck, das konnten wir in den Tagen nie so genau herausfinden.
Für Sammy war es jedenfalls erstmal zu laut.
Als wir kurz nach unserem Besuch dann die Wohnung betraten, konnten wir uns schon denken dass unsere Madame sich verkrümelt hatte.

Besuch bringt nun mal Unruhe und viele kleine und mittlere Veränderungen im täglichen Ablauf mit sich.
So liegt Madame sonst beim Losgehen von Frauchen auf den zwei bis vier Stühlen unter dem Tisch und der Tischdecke verborgen,
geniesst das“Tschüss“-Streicheln und verbringt sicher einen Großteil des Tages dort ruhend.
Doch nun wurden die Stühle plötzlich am Vormittag weggezogen, sie wurde dadurch unsanft aus ihrer Ruhe gerissen und war dann sehr erschrocken.
Unsere Nichte erschrak ebenfalls, die das schon wieder vergessen hatte.
Frauchen hatte natürlich die Besuchsmama auf verschiedene Eigenheiten der Tierchen vorbereitet.
Aber unsere Besuchsfamilie hatte keine eigenen Haustiere, auf deren Besonderheiten und Bedürfnisse sich einzustellen ist.
Sondern zwei Kinder, eins im Vorschulalter und eins im „Krabbelalter“.
Und diese haben eben auch Bedürnisse und Eigenschaften.
Das Krabbelkind zum Beispiel kreischte immer dann los, wenn es einen unserer Vierbeiner sah.
Wollte entweder hinterher oder ganz schnell weg. Bewegte sich krabbelnd – also auch auf „vier Beinen“ und machte besonders Sammy damit Angst.

Das Vorschulkind wiederum war sehr angetan, wenn es Sammy mal sah… diese Augen! Diese Sanftheit…
Felix wiederum war begeistert, wenn Schühchen, Legosteine, Plüschpüppchen zu „finden“ waren oder herumflogen.
Spielen, untersuchen, ankauen, reinkriechen in Spielzeugboxen…

Nun waren am Samstag mittag plötzlich diese ganzen „Unruhestifter“ wieder weg und Sammy kam nach einer Weile gaaanz vorsichtig durch die Wohnung geschlichen. Sie entdeckte keinen „Störenfried“ mehr, sondern das ausgezogene Sofa, worauf Herrchen und Frauchen ihre Mittagsruhe hielten.
Sie legte sich zwischen uns, streckte ihre vier Gliedmaßen genüsslich aus und kuschelte sich an uns.
Felix hüpfte auch gleich aufs Sofa, strich mit seinem Kopf an Frauchens Bein und schmiegte sich daran lang.

Katze Sammy schmust
Katze Sammy schmust
Foto by Schrödis

Es war wieder ruhig, gemütlich und still.
Wir alle vier … schlummerten nach einer fröhlich-lauten Besucherwoche selig gemeinsam ein…

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