jedes einzelne Häärchen

Wieviele Schnurrhaare hat eigentlich eine Katze im Durchschnitt?
Heute morgen hätte ich die Gelegenheit gehabt, mal zu zählen…

Ganz nah an meinem Gesicht, zwischen uns beiden, lag unsere Sammy.
Mir zugewandt ihr schönes sanftes Gesicht.
Als ich aufwachte, nach einem endlich mal wieder ausgiebigem Schlaf,
ganz ohne Störungen oder Bekletterungen,
konnte ich genau in ihre großen runden Augen schauen.
Darin spiegelte sich der beginnende Tag. Kleine Pünktchen wanderten herum.

Sie kitzelte mich mit ihren Schnurrhaaren an meiner Wange und schnurrte so laut, dass mein Männe davon leicht erwachte.
Aber wir waren ohne jede Bewegung, genossen diesen seltenen, wundervollen Moment.

Katze Sammy ganz nah
Sammy ganz nah
Foto by Schrödis

Nach einigen Minuten begann sie ihre Morgentoilette, in die sie meine Hand und jeden einzelnen Finger einbezog.
Inbrünstig, schnurrend und sehr akribisch wurde ich „gereinigt“.
Sie drehte dann meine Hand um, indem sie mit ihrer Pfote mein Handgelenk befasste und anstupste, dann legte sie ihren Kopf in meine Handfläche und wir schlummerten nochmal einige Minuten so ein.

Haben wir wirklich KATZEN?
Die sollen ja „eigenbrötlerisch, zurückgezogen oder charakteristisch schwierig sein…
Wir fragen uns hingegen, wie unsere beiden Miezen so „anders“ geworden sind.
Sie suchen unsere Nähe, legen sich zu uns, „reden“ mit uns, bedanken sich mit diversen kleinen Schmuseeinheiten.

Wenn ich morgens die Frühstückstabletts –
ja! sie bekommen jeder ein Tablett mit ihrem Fressen auf einem kleinen Teller –
fertig habe, passen beide ganz genau auf, sitzen in der offenen Küchentür.
Sie warten auf den Moment, wo ich die Tabletts aufnehme, dann stiefeln sie zu „ihrem Fressplatz“ und setzen sich brav davor.
Sie warten bis ich die Tabletts abgestellt habe und sie getreichelt hab.
Dann aber wird gefuttert. Dabei stören wir natürlich nicht.

Sammy mag es nicht so gern, wenn im Katzenklo „was drin“ ist.
Dann kommt sie an, wenn einer von uns da ist, und miezt mehrere Male intensiv, so dass wir fragen „was ist denn?“
Sie legt den Kopf schief und geht einige Schritte.
Wenn derjenige von uns dann aufsteht und nachschaut, sitzt sie im Flur in der Nähe des Klo´s und schaut wieder so auffordernd.
Das kennen wir schon und somit kommen wir ihrem Wunsch nach Reinlichkeit nach.
Wenn sie fertig ist, kommt sie kuschelnd „Danke“ sagen.

Wir sind immer wieder erstaunt und entzückt, wie unsere beiden Katzen sich ausdrücken können.
Während ich dies schreibe, wird jede Bewegung meiner Finger und meiner Hand von Felix genau betrachtet, der liegt nämlich wieder zwischen der Tastatur und dem Bildschirm.
Er möchte womöglich auch mal 7,5 Fingerschreiben erlernen.
Diese Tastatur macht auch nicht so einen Krach.

Dieser sanfte Start in ein Wochenende ist so selten, dass ich es niemals vergessen möchte…

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